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Haushaltsdefizit der Uni in 2009
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Autor
Thema: Haushaltsdefizit der Uni in 2009 (Gelesen 3732 mal)
SteffenB
Student
Beiträge: 13
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #30 am:
29. Januar 2009, 13:24 Uhr »
Zitat von: Hackman am 29. Januar 2009, 10:08 Uhr
@ Steffen B
Das mit den Drittmitteln mag ja sein. Wo kommen die dann her? Nur aus Interesse...
Fakt ist aber trotzdem das WiWis von ihren Studiengebühren prozentual am wenigsten bekommen, weil wir die anderen (teureren) Studiengänge subventionieren (Solidarität). Oder hat sich da etwas geändert, ohne das ich es mitbekommen habe? Wenn nicht finde ich durchaus das ich über Nicht-WiWis schimpfen darf, schließlich zahl ich ja für die
Woher die Drittmittel kommen kann ich Dir sagen. Das ist eben der Vorteil, wenn man statt veralterter Lehre und auch Forschung im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich eben praxisnahe Anwednungsforschung betreibt, deren Ergebnisse in großen Biotechnologie- oder Landwirtschaftsunternehmen gefragt sind.
Ich war selber ein Jahr studentisches Mitglied im WiWi Fakultätsrat. Mir kam es ein einziges mal zu Ohren, dass ein Professor einen Bericht über den Zugang von Drittmitteln gegeben hat. Das sagt doch einiges.
Die Diskussion über die Verteilung der Studiengebühren ist berechtigt. In erster Linie sollten die 500 Euro auch primär demjenigen zugute kommen, der sie gezahlt hat. Fakt ist aber auch, dass ein klassisches Bücherstudium wie unseres nicht so kostenintensiv ist wie bspw. ein Bilogiestudium. Und ich glaube - bei aller Wertschätzung - wir brauchen in Deutschland auch noch andere gut ausgebildete Studierende anderer Fachbereiche, wie der Wirtschaftswissenschaften. Ein kluges Mischmodell wäre aus meiner Sicht sinnvoll.
Ich möchte einfach an dieser Stelle nochmal daran erinnern, welche Tatsache die Universität nun in diese schiefe finanzielle Lage gebracht hat. Von Seiten der Landesregierung wurden hier schlichtweg Zuschüsse für den laufenden Betrieb gekürzt. Konkret: Rückzug aus der Hochschulfinanzierung unter dem Deckmantel der Gebührenfinanzierung.
Das mit den Tutorien stimmt wohl auch. Überall wurde ein toller Aufkleber "Finanziert aus Studiengebühren" draufgesetzt, was vor Einführung der Studiengebühren selbstverständlich war.
vg Steffen
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Toledo
Student
Beiträge: 88
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #31 am:
29. Januar 2009, 14:14 Uhr »
Zitat von: Friccs am 29. Januar 2009, 10:09 Uhr
Ähm, die Probleme im Personalseminar sind doch seit 3 oder 4 Semestern dieselben. Getan wurde da nix. Auch nicht aus Studiengebühren. Und welche zusätzlichen Tutorien wurden denn eingeführt? Bei vielen Tutorien hat man gesagt dass sie aus Studienmitteln finanziert wären. Fakt ist dass die meisten dieser Tutorien aber auch vor Erhebung der Studiengebühren existiert haben.
Ein guter Ruf als Agraruni hilft uns auch nicht weiter.
Naja, du hast doch paar Posts weiter oben noch behauptet, dass es doch egal ist aus welchen Mitteln die Löcher gestopft werden, oder?? Naja, vielleicht liegts ja dann genau daran, dass sich für uns an der Lehre rein gar nix ändert.
Also für mich macht das auch nen Unterschied, wofür meine Studiengebühren drauf gehn. Und zwar nen ganz großen. Und das Gerede von einem Gesamtbudget der Uni ist in diesem Zusammenhang nicht richtig. Es muss sehr wohl zwischen den Geldern aus Studiengebühren und dem restlichen Uni-Budget unterschieden werden. Denn unsere Gebühren müssen
zweckgebunden
eingesetzt werden, zur Verbesserung der Lehre. So wurde es vor Einführung der Studiengebühren kommuniziert. Dies war beispielsweise auch ein Grund, warum ich eben nicht demonstrieren gegangen bin damals. Aber JETZT bietet sich ein echter Anlass zu demonstrieren, denn unsre Gelder werden zweckmissbraucht. Und wenn wir Studenten uns das einmal bieten lassen, müssen wir damit rechnen, dass sich dieses Vorgehen irgendwann als Usus durchsetzt. Jetzt sagen sie, das Defizit ist einmalig! So ein Schwachsinn!! Der Landeszuschuss bleibt ja wie's aussieht gestrichen. Und wenn man das zu Ende denkt ist es eben doch so, dass sich die Landesregierung so langsam still und heimlich aus der Finanzierung der Hochschulen zurück ziehen will. Wenn sie sich einmal an den Studiengebühren vergreifen, werden sie das wieder tun (oder es zumindest versuchen). Dann geht das ganze Gezeter wieder von vorne los in nem halben Jahr und man ist einer Lösung trotzdem kein Deut näher gekommen.
Die Aufgabe unserer Uni (und auch der andren im Land) ist es eigentlich, sich gegen solche Kürzungen der Zuschüsse zu Wehr zu setzen. Das ist nicht die Aufgabe der Studenten. Und wenn die Löcher doch noch existieren, dann muss halt ein Kredit aufgenommen werden, was weiß ich. Studiengebühren müssen da jedenfalls tabu sein.
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Toledo
Student
Beiträge: 88
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #32 am:
29. Januar 2009, 14:19 Uhr »
Zitat von: SteffenB am 29. Januar 2009, 13:24 Uhr
Die Diskussion über die Verteilung der Studiengebühren ist berechtigt. In erster Linie sollten die 500 Euro auch primär demjenigen zugute kommen, der sie gezahlt hat. Fakt ist aber auch, dass ein klassisches Bücherstudium wie unseres nicht so kostenintensiv ist wie bspw. ein Bilogiestudium. Und ich glaube - bei aller Wertschätzung - wir brauchen in Deutschland auch noch andere gut ausgebildete Studierende anderer Fachbereiche, wie der Wirtschaftswissenschaften. Ein kluges Mischmodell wäre aus meiner Sicht sinnvoll.
...sicherlich richtig. Aber wieso soll gerade ICH das finanzieren, nur weil ich das "Pech" habe, an meiner Uni im einzigen "Bücher"-Studiengang eingeschrieben zu sein?? Woher die Gelder für ein teures Bio-Studium kommen, naja, is mir eigentlich einigermaßen Wurst. Wieso sollen wir das mitfinanzieren? Wer ist denn mit uns solidarisch?
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SteffenB
Student
Beiträge: 13
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #33 am:
29. Januar 2009, 14:34 Uhr »
Nachdem nun schon Homer Simson zitiert wurde, versuch ichs mal mit Friedrich von Schiller:
"Egoismus ist die höchste Armut eines erschaffenen Wesens"
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Toledo
Student
Beiträge: 88
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #34 am:
29. Januar 2009, 15:00 Uhr »
Weiß nicht wirklich, ob mich meine Aussage als egoistisch charakterisiert... aber wenn du das so siehst - bitte. Ich jedenfalls seh es nicht ein, gegenüber den Kommilitionen anderer Fakultäten den Gutmenschen raushängen lassen zu müssen, während uns hier rein gar nichts geschenkt wird. Wenn ich Gutes tun will, dann engagier ich mich ehrenamtlich für ne Gute Sache. Ich muss mein Solidaritätsbewusstsein nicht mit Almosen für die Bio-Leute aufpolieren.
Ich seh die Leute schon im Recht, die versuchen, hier ein reines Äquivalenzprinzip durchzusetzen. Denn alles andere ist nur ein weiterer Grund, warum man sich bei der Studienwahl gegen Hohenheim entscheiden könnte. Im einzigen "nicht exklusuven" Studiengang, ohne Laborpraktika und viel Face to Face mit den Profs, zahl ich hier doch nur unnötigerweise für Dinge drauf, die mir absolut gar nichts bringen. Und wenn mich diese Meinung jetzt als hoffnungslosen Egoisten dastehen lässt, dann soll es so sein.
Die staatlichen Hochschulen tun sich mit solchen Geschichten in meinen Augen jedenfalls keinen Gefallen und sorgen selbst dafür, dass die Hochschulbildung mehr und mehr privatisiert wird. Die privaten Hochschulen werden (zumindest im Vergleich zu Hohenheim) doch von Jahr zu Jahr attraktiver.
«
Letzte Änderung: 29. Januar 2009, 15:02 Uhr von Toledo
»
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Friccs
Student
Beiträge: 352
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #35 am:
29. Januar 2009, 15:04 Uhr »
Zitat
Naja, du hast doch paar Posts weiter oben noch behauptet, dass es doch egal ist aus welchen Mitteln die Löcher gestopft werden, oder?? Naja, vielleicht liegts ja dann genau daran, dass sich für uns an der Lehre rein gar nix ändert.
Eben nicht. Das Defizit wird, soweit mir bekannt, erstmals für das Jahr 2009 auftreten. Dass Probleme bei der Lehre schon seit mehreren Semestern (wenn nicht Jahren, k.A.) existieren, spricht doch gerade dafür, das es eben
nicht
an diesem Defizit liegt dass sich nichts verändert.
Zitat
Also für mich macht das auch nen Unterschied, wofür meine Studiengebühren drauf gehn. Und zwar nen ganz großen. Und das Gerede von einem Gesamtbudget der Uni ist in diesem Zusammenhang nicht richtig. Es muss sehr wohl zwischen den Geldern aus Studiengebühren und dem restlichen Uni-Budget unterschieden werden. Denn unsere Gebühren müssen
zweckgebunden
eingesetzt werden, zur Verbesserung der Lehre.
Ach, dieses sogenannte "zweckgebunden" ist doch Augenwischerei. Siehe Beispiel Tutorien. Da spielt doch genau das Konzept des Gesamtbudgets mit rein. Jetzt werden Tutorien, die es früher genauso gegeben hat, mit dem Stempel "aus Studiengebühren finanziert" versehen und das Geld was früher zur Finanzierung der Tutorien verwendet worden ist, wird irgendwo anders im Uni-Budget verbraten. Das Gesamtbudget der Lehre bleibt somit unangetastet, alle sind zufrieden dass irgendwas "zweckgebunden" ist, verbessert hat sich trotzdem kaum was und das Schlagwort
Verbesserung
der Lehre bleibt eine hohle Phrase.
Zitat
So wurde es vor Einführung der Studiengebühren kommuniziert. Dies war beispielsweise auch ein Grund, warum ich eben nicht demonstrieren gegangen bin damals. Aber JETZT bietet sich ein echter Anlass zu demonstrieren, denn unsre Gelder werden zweckmissbraucht.
Um zu sehen was tatsächlich hinter den Kulissen abläuft, wo unser Geld hinkommt, oder ob tatsächlich das Gesamtbudget der Lehre angestiegen ist, bräuchte man eine detaillierte Aufschlüsselung der Finanzen. Lustig in dem Zusammenhang ist, dass beim Ideenwettbewerb der erste Platz auch noch an eine Idee ging, die zwar gut gemeint war, den Studenten aber nicht wirklich weiterhilft. Eine Aufschlüsselung der Studiengebühren und deren Verwendung transparent zu machen ist zwar eine gute Idee, bringt aber in der Gesamtaussage rein gar nix, wenn man nicht weiß wie die Budgets davor und danach gehandhabt worden sind. So seh ich das zumindest.
Zitat
Und wenn wir Studenten uns das einmal bieten lassen, müssen wir damit rechnen, dass sich dieses Vorgehen irgendwann als Usus durchsetzt. Jetzt sagen sie, das Defizit ist einmalig! So ein Schwachsinn!! Der Landeszuschuss bleibt ja wie's aussieht gestrichen. Und wenn man das zu Ende denkt ist es eben doch so, dass sich die Landesregierung so langsam still und heimlich aus der Finanzierung der Hochschulen zurück ziehen will.
Klar, das ist aber keine überraschende Erkenntnis. Es war doch naiv anzunehmen dass das Land BW weiterhin dieselben Mittel zur Verfügung stellt. Das war mir schon bei Einführung der Studiengebühren klar, dass man versucht die Kosten des Studiums auf Studenten abzuwälzen. Und dass kann eben nur funktionieren wenn man die eigenen Mittel reduziert, sonst ergibt es ja keinen Sinn. Ob das eine gute Idee ist oder nicht, sei mal hingestellt.
Zitat
Die Aufgabe unserer Uni (und auch der andren im Land) ist es eigentlich, sich gegen solche Kürzungen der Zuschüsse zu Wehr zu setzen.
Ich wüsste mal gern inwieweit die Kürzungen andere Hochschulen betreffen, ob der Betrag derselbe ist, wie das geregelt wird, etc. Laut anderen Diskussionen hier im uni-campus scheint die Situation in Konstanz ja etwas besser zu sein?!
Zitat
Das ist nicht die Aufgabe der Studenten. Und wenn die Löcher doch noch existieren, dann muss halt ein Kredit aufgenommen werden, was weiß ich. Studiengebühren müssen da jedenfalls tabu sein.
Ein Kredit verschärft das Problem doch nur, Zinsen muss man schließlich auch abbezahlen. Und die Deckungslücke wird dadurch auch nur
einmalig
behoben. Dann doch lieber Studiengebühren einsetzen, oder? In der Zwischenzeit könnte man versuchen das Problem richtig anzugehen. Wie das genau klappen soll weiß ich auch nicht, dafür fehlen mir zu viele Informationen wie man denn überhaupt in diese Situation kommen konnte.
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Wenn Jürgen Klinsmann der Obama des deutschen Fußball ist, dann bin ich Mutter Theresa (Uli Hoeneß im Doppelpass)
mle1607
Student
Beiträge: 25
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #36 am:
29. Januar 2009, 15:24 Uhr »
Eine kleine Anmerkung zu der aufkommenden Verteilungsdebatte:
Das Hohenheimer Modell zur Verteilung der Studiengebühren ist gar nicht so einzigartig. An anderen Universitäten gibt es ähnliche Modelle und immer schreien die Studiengänge, welche hohe Studentenzahlen haben, auf.
Prinzipiell hat die Uni hier ein gutes (Misch-)System gefunden mit dem auch alle hinreichend zufrieden sind.
Der Kern des momentanen Problems liegt ganz woanders. Wenn wir anfangen einen Teil unserer Studiengebühren für allgemeine Haushaltslöcher zu verwenden, haben wir bald gar nichts mehr zum Verteilen. Dann bezahlt jeder Studierende, egal welcher Fakultät, dass die Uni überhaupt da ist und z.B. warm gehalten wird.
In Hohenheim sind wir in der glücklichen (eigentlich selbstverständlichen) Lage, dass 90% der Studiengebühren, aufgrund der Selbstverpflichtung des Rektors, nur mit Zustimmung der Studierenden vergeben werden.
Aufgrund dieser Situation können wir nun tatsächlich entscheiden, ob UNSERE Studiengebühren dafür verwendet werden sollen und das Land einen Freifahrtsschein für einen weiteren Rückzug aus der Hochschulfinanzierung bekommt.
Die konstruktive Diskussion nach der Informationsveranstaltung hat gezeigt, dass wir ZUSAMMEN was bewegen können und wenn es auch nur ein politisches Signal des Widerstands ist. Aber man darf sich nicht alles gefallen lassen und sollte versuchen die vorgegebene Situation zu verändern.
Im vergangenen Jahr konnte man sehen, wozu eine gemeinsame Haltung der Studierenden, über Fakultäts- und Studiengangsgrenzen hinweg, führen konnte.
Nachdem die TMS bereits als Mensa verplant war, steht sie aufgrund unseres GEMEINSAMEN Widerstands noch heute.
Man sieht also, dass man bei entsprechendem Engagement etwas bewegen kann.
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Toledo
Student
Beiträge: 88
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #37 am:
29. Januar 2009, 17:44 Uhr »
Zitat von: Friccs am 29. Januar 2009, 15:04 Uhr
Ein Kredit verschärft das Problem doch nur, Zinsen muss man schließlich auch abbezahlen. Und die Deckungslücke wird dadurch auch nur
einmalig
behoben. Dann doch lieber Studiengebühren einsetzen, oder? In der Zwischenzeit könnte man versuchen das Problem richtig anzugehen. Wie das genau klappen soll weiß ich auch nicht, dafür fehlen mir zu viele Informationen wie man denn überhaupt in diese Situation kommen konnte.
Hehe, danke, dass du mich über solch wichtige Dinge der Finanzierungstheorie noch schnell aufgeklärt hast
Ok, ernsthaft, es ist mir eigenlich völlig egal WIE die Uni die ganzen Geschichten wie Heizkosten finanziert. Und wenn sie dafür den Kredit aufnehmen muss, dann ist es mir genauso geal, wer hierführ aufkommt. Es ist nämlich verdammt noch mal der Job der Uni-Leitung hier Lösungen zu finden, die eine Sicherstellung der Lehre und Infrastruktur herstellen OHNE unsre Studiengebühren dafür heran zu ziehen. Wir Studenten sind nicht die Problemlöser, wenn eine öffentliche Verwaltung mal wieder was verbockt hat. Und sollte dieser Stein mal ins Rollen kommen, brauch keiner denken, das er sich noch aufhalten lässt. Das wäre wirklich naiv. Darum geht's und alles andre ist um den heißen Brei drum geredet.
Klar sollte man gerade Politikern sehr skeptisch gegenüber stehen, bei ALLEM was sie sagen. Aber ich fand das Konzept der Studiengebühren schlüssig und ich halte es nach wie vor bei richtiger Umsetzung für sehr gut. Deswegen sah ich mich nicht veranlasst meine Stimme dagegen zu erheben. Klar, jetzt ist es leicht zu sagen "Ich hab's von Anfang an gesagt", ich hielt es nicht für so wahrscheinlich, dass die Landesregierung tatsächlich so dumm ist, jetzt damit anzufangen, der Uni Gelder zu streichen. Klar, es sieht ein Blinder mit Krückstock was die im Schilde führen. Und dass das Thema Studiengebühren sehr sehr medienwirksam ist, mussten sie auch wissen. Und jetzt ham se ihre Presse und der Vorwurf des allmählichen Rückzugs aus der Hochschulfinanzierung ist öffentlich. Selber Schuld. Und JETZT ist es für die Studenten tatsächlich an der Zeit sich zur Wehr zu setzten, weil jetzt Argumente vorliegen und man nicht nur auf Grundlage von Vermutungen einiger Zwangs-Sozis demonstrieren gehen muss.
Wie gesagt, ich hielt die CDU in unsrem Land echt für ein klein wenig smarter. Mit solch undurchdachten Aktionen müssen sie sich jetzt von den Sozis, die absolut keine Konkurrenz darstellen, so ans Bein pissen lassen. Furchtbar, Politiker, geht doch alle heim...!
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Toledo
Student
Beiträge: 88
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #38 am:
29. Januar 2009, 17:48 Uhr »
Zitat von: mle1607 am 29. Januar 2009, 15:24 Uhr
Nachdem die TMS bereits als Mensa verplant war, steht sie aufgrund unseres GEMEINSAMEN Widerstands noch heute.
Man sieht also, dass man bei entsprechendem Engagement etwas bewegen kann.
Und das soll ein Erfolg sein??? Hmmm, wer schreit denn alles nach ner größeren Mensa? Also ich schon, und dafür den Schuppen zu opfern - jederzeit!!
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hank moody
Student
Beiträge: 44
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #39 am:
29. Januar 2009, 17:55 Uhr »
ich sag euch mal was,
in 2 semestern bin ich hier raus und dann ist mir das sowas von wurst was mit irgendwelchen geldern ist, wer wieviel tutorien hat und bekommt und welche bio/agrar/schießmichtot-studiengänge zu dritt oder viert im neuen biogebäude abhängen in ihren weißen kitteln und 2 mal im jahr auf exkursion fahren...
die tms steht noch, danke liebe fee, für das tolle studentenleben und donnerstag party bis 00:20 mit fast immer derselben klientel. danke dafür, dass man von eventuellen veranstaltungen immer rechtzeitig kenntnis nimmt...
wieviele kleine gerechtigkeitskämpfer und che-guevaras es an dieser kleinen uni doch gibt, in ihren cord hosen, verzottelten haaren und ihrer grünen weltverbesserer einstellung, herrlich, die bösen wiwi's, die guten anderen, beste bedingungen und immer noch nicht zufrieden...
und da ist auch noch die schnöselbande, die 500 euro mehr oder weniger nur peripher tangieren und die sich weder in der tms, auf wahlen und ab und zu in der vorlesung blicken lassen, natürlich nur mit dem kragen gestellt und den typischen schnöselfriesen...
wie ich sie vermissen werde und dieses forum und die humorlosen und die humorlosen ...
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mle1607
Student
Beiträge: 25
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #40 am:
29. Januar 2009, 21:18 Uhr »
Ergebnisse der Urwahl
Vielen Dank an alle Studenten die sich an der Urwahl beteiligt haben und uns es dadurch möglich machen eine breitere Masse der Studenten zu vertreten.
Sollen Studiengebühren dazu verwendet werden, das Defizit von 3,2 Millionen € im Haushalt der Universität Hohenheim teilweise auszugleichen?
Ergebnisse:
Wahlbeteiligung: 16,68% (1194 Studenten)
davon mit Ja gestimmt: 6,95% (83 Studenten)
davon mit Nein gestimmt: 92,62% (1106 Studenten)
Das Ergebniss der Wahl signalisiert eine deutliche Ablehnung der Studenten für die Finazierung der Haushaltsloches aus Studiengebühren. Wir als AStA werden diese Position der Universität gegenüber vertreten. Wir danken nochmal allen die gewählt haben.
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T^2
Student
Beiträge: 728
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #41 am:
29. Januar 2009, 21:36 Uhr »
Zitat von: hank moody am 29. Januar 2009, 17:55 Uhr
ich sag euch mal was,
in 2 semestern bin ich hier raus und dann ist mir das sowas von wurst was mit irgendwelchen geldern ist, wer wieviel tutorien hat und bekommt und welche bio/agrar/schießmichtot-studiengänge zu dritt oder viert im neuen biogebäude abhängen in ihren weißen kitteln und 2 mal im jahr auf exkursion fahren...
die tms steht noch, danke liebe fee, für das tolle studentenleben und donnerstag party bis 00:20 mit fast immer derselben klientel. danke dafür, dass man von eventuellen veranstaltungen immer rechtzeitig kenntnis nimmt...
wieviele kleine gerechtigkeitskämpfer und che-guevaras es an dieser kleinen uni doch gibt, in ihren cord hosen, verzottelten haaren und ihrer grünen weltverbesserer einstellung, herrlich, die bösen wiwi's, die guten anderen, beste bedingungen und immer noch nicht zufrieden...
und da ist auch noch die schnöselbande, die 500 euro mehr oder weniger nur peripher tangieren und die sich weder in der tms, auf wahlen und ab und zu in der vorlesung blicken lassen, natürlich nur mit dem kragen gestellt und den typischen schnöselfriesen...
wie ich sie vermissen werde und dieses forum und die humorlosen und die humorlosen ...
tja "life is too short to dance with fat chicks" fällt mir da passenderweise ein...
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Jones
Student
Beiträge: 117
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #42 am:
30. Januar 2009, 14:39 Uhr »
Zum Thema; mit kurzem Verweis auf die Problematik an unserer Uni:
http://magazine.web.de/de/themen/beruf/bildung/7461976-Uni-Bonn-privatisiert-Toiletten,cc=000005481100074619761Us72v.html
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"Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärkste Misstrauensvotum gegen den lieben Gott."
- Karl Kraus
docloy
Student
Beiträge: 61
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #43 am:
31. Januar 2009, 11:39 Uhr »
Das mit der Uni Bonn ist ja echt auch krass, mal schauen auf was für teuflische Ideen der Stammtisch der Speisemeisterei kommt...
Heute ist ein Artikel in der Stuttgarter Zeitung zum Thema:
Zitat
Streit um Studiengebühr
Rektor appelliert an Studenten
In einer Urabstimmung haben sich 1106 Studenten der Uni Hohenheim dagegen ausgesprochen, mit 1,2 Millionen Euro Studiengebühren das Loch im Unihaushalt zu stopfen. Rektor Liebig hält das Ergebnis nicht für repräsentativ. Entschieden ist noch nichts.
Von Inge Jacobs
Mit einer groß angelegten Urabstimmung wollte der Asta der Uni Hohenheim herausfinden, wie die Studentenschaft zum Vorhaben des Rektors Hans-Peter Liebig steht, ein planerisches Haushaltsloch von 3,2 Millionen Euro zu gut einem Drittel mit Studiengebühren zu stopfen. Ursachen des Lochs sind laut Liebig vor allem teure Berufungsverhandlungen und die Umstellung auf Bachelor/Master, aber auch gestiegene Energiekosten. Bei einer Wahlbeteiligung von 16,7 Prozent äußerten sich 92,6 Prozent der Studierenden gegen Liebigs Vorschlag. Der Asta-Vorsitzende Stefan Haffke wertet die vergleichsweise geringe Beteiligung als „enttäuschend" und führt sie auf die Klausurdichte zum Semesterende zurück. Dennoch sieht Haffke „nach dem eindeutigen Votum der Studierenden" den Asta in seinem Kurs bestätigt. Haffke wertet es als Wortbruch des Wissenschaftsministers Peter Frankenberg, dass jetzt Studiengebühren in den regulären Haushalt fließen sollen, und fordert Frankenbergs Rücktritt. Die Landesregierung müsse auch im Blick auf den doppelten Abijahrgang 2012 mehr in Bildung investieren, so Haffke.
Rektor Liebig erklärte, ihn habe das Abstimmungsergebnis nicht überrascht, es spiegle wegen der geringen Beteiligung aber nicht die Stimmungslage der Studentenschaft wider. Doch nicht der Asta hat über die Verwendung der Studiengebühren abzustimmen, sondern die Studiengebührenkommission, der auch vier studentische Vertreter angehören. Deren Votum steht noch aus. Und dieses ist, will Liebig seinen freiwillig mit den Studierenden getroffenen Vereinbarung folgen, dass 80 Prozent der Studiengebühren im Einvernehmen mit ihnen erfolgen muss, auch verbindlich. Eigentlich. Allerdings erklärte Liebig der StZ, er zweifle an der Ernsthaftigkeit und am Verantwortungsbewusstsein der Studierenden, wenn es um die Entscheidung über Millionenbeträge und das Wohl der Gesamtuni gehe. Er werde sich um einen Konsens mit den Studierenden bemühen. Das letzte Wort bei der Finanzierung des Haushalts habe der Universitätsrat. Der könnte auch Liebigs Absprache aushebeln.
Naja und im Spiegel dürfen wir natürlich auch nicht fehlen....
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,603854,00.html
«
Letzte Änderung: 31. Januar 2009, 11:43 Uhr von docloy
»
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Alex84
Student
Beiträge: 12
Re: Haushaltsdefizit der Uni in 2009
«
Antworten #44 am:
31. Januar 2009, 12:40 Uhr »
Zitat
Allerdings erklärte Liebig der StZ, er zweifle an der Ernsthaftigkeit und am Verantwortungsbewusstsein der Studierenden, wenn es um die Entscheidung über Millionenbeträge und das Wohl der Gesamtuni gehe
Ach bei den Studiengebühren geht es um das Wohl der Gesamtuni, ja dann ...
Und ich dachte die sind zum Wohl der Studenten
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